Teil 2: So wählst du Such-Arbitrage-Setups zum Testen aus.

Spytrend hat Such-Arbitrage ergänzt: ein Add-on für jeden Tarif mit einem eigenen Bereich auf der Website. Dort findest du Such-Arbitrage-Anzeigen auf Meta, die Nutzer auf Artikel und Suchseiten führen. Monetarisiert werden diese über Klicks auf Anzeigen von Google, Yahoo oder Bing. Bei fast jeder Anzeige siehst du das Monetarisierungsnetzwerk (im September bei 99 % der Anzeigen identifiziert), die Monetarisierungsart, die Einstufung (bestätigte oder wahrscheinliche Arbitrage), die in der URL übergebenen Keywords, die endgültige Domain und die vollständige Weiterleitungskette.

Bisher musstest du dir die Informationen für ein Such-Arbitrage-Setup zusammensuchen: erst das Creative in der Meta Ad Library finden, dann die Keywords manuell aus den URLs ziehen. Jetzt steht alles in einer Anzeigenkarte.

Warum basieren alle folgenden Angaben auf September 2026? Aktuelle Daten bleiben Abonnenten vorbehalten. Eine Zahl zur Größenordnung: In den 30 Tagen vom 3. Oktober bis zum 1. November kamen im Bereich 3,26 Millionen neue Such-Arbitrage-Anzeigen hinzu, einschließlich Duplikaten.

Spytrend-Daten für September 2026, exportiert am 2. November 2026. Die Screenshots der Benutzeroberfläche wurden am 2. November 2026 aufgenommen.

Was ist Such-Arbitrage im Jahr 2026?

Der Ablauf ist einfach. Du kaufst einen Klick auf Meta. Der Nutzer landet auf einem Artikel oder einer Suchseite, klickt auf eine der „ähnlichen Suchanfragen“, sieht Suchergebnisse mit Anzeigen und klickt dann auf die Anzeige eines Werbetreibenden. Erst dieser letzte Klick bringt Umsatz; alles davor bezahlst du. Der Gewinn ergibt sich aus dem Feed-Umsatz pro eingehendem Meta-Klick abzüglich CPC (Kosten pro Klick auf Meta). Feeds weisen den RPC (Umsatz pro Klick) aus. Er misst aber den Umsatz pro Klick auf eine Anzeige in den Suchergebnissen, nicht pro eingehendem Meta-Klick: Nutzer springen sowohl im Artikel als auch auf der Ergebnisseite ab.

Zwischen dir und den Anzeigen steht ein Feed-Anbieter: Tonic, System1, Predicto, Visymo, Media.net, Sedo oder andere. Sie haben Verträge mit Google AFS (AdSense for Search, Google-Anzeigen in Suchergebnissen auf Websites Dritter) oder mit Yahoo- und Bing-Feeds. Du nicht.

Dieses Modell heißt auch Search-Feed-Arbitrage. In russischsprachigen Media-Buying-Kreisen wird es manchmal mit Doorway-Pages und Arbitrage mit kontextbezogener Werbung verwechselt. Das sind andere Modelle. Doorway-Pages setzen auf organischen Traffic; hier kaufst du Traffic. Bei der Arbitrage mit kontextbezogener Werbung wird Google-Ads-Traffic für ein Offer eingekauft. Hier kaufst du keinen Google-Traffic, sondern verkaufst einen Klick auf eine Suchanzeige. Daneben gibt es Search-to-Search-Arbitrage: Dabei kaufen Buyer Suchtraffic und monetarisieren Suchergebnisse. Dieser Artikel konzentriert sich jedoch auf Meta.

In den vergangenen anderthalb Jahren hat Google die Regeln deutlich verschärft:

  • Google begann im März 2025, Domain-Parking über AFD (AdSense for Domains) einzustellen, und entfernte es am 10. Februar 2026 vollständig. Übrig bleiben Suchseiten über AFS und Artikel mit Blöcken für ähnliche Suchanfragen über RSOC (Related Search on Content).
  • Seit dem 25. August 2025 gibt es bei Google RAF (Restricted Access Features, Funktionen mit eingeschränktem Zugriff). Ohne RAF ist eine Seite auf fünf Suchbegriffe und einen Block begrenzt, und Google wählt die Begriffe aus. Eigene Begriffe sind nur für Konten mit RAF verfügbar. Ein AdSense-Account-Manager muss den Zugriff genehmigen. Um ihn zu behalten, muss ein Konto in mindestens drei der letzten vier Monate jeweils mehr als 10.000 US-Dollar Monatsumsatz erzielen und darf keine Strikes haben.
  • Seit dem 1. November 2025 müssen RSOC-Seiten, auf die du gekauften Traffic schickst, den exakten Text des ursprünglichen Anzeigen-Creatives über referrerAdCreative an Google übergeben. Wird der Creative-Text nicht übergeben, ist das ein Verstoß. In der Praxis werden Creative und Keywords jetzt gemeinsam geprüft.

Die Konsequenz: Such-Arbitrage ist strenger geworden, und ein Setup auf gut Glück zu bauen, ist teuer. Es kostet weniger, zu recherchieren, was andere bereits laufen lassen.

Warum Buyer Search-Feed-Arbitrage nutzen und wo es schwierig wird

Die Vorteile liegen auf der Hand. Es gibt keinen Freigabeprozess für Offers oder Leads, kein Callcenter und keine Wartezeit, bis ein Kunde einen Kauf abschließt. Du kannst mit fast jedem Thema arbeiten: Autos, Zahnimplantate, Kredite, Wohnen, Jobs oder Reisen. Die Grenzen setzen die Regeln von Google und Meta. Skaliert wird über Länder und Sprachen: Derselbe Artikel lässt sich übersetzen und in verschiedenen Märkten einsetzen.

„Keine Wartezeit bis zur Auszahlung“ ist allerdings ein Mythos. Feeds zahlen zu NET-30–45-Konditionen, also 30–45 Tage nach Monatsende. Die endgültigen Umsatzzahlen kommen mit einer Verzögerung von ein paar Stunden bis zu einer Woche oder mehr im Tracker an. Buyer berichten von Rückbuchungen wegen der Traffic-Qualität, eingefrorenen Auszahlungen und entfernten Domains. Meta hat keine eigene Richtlinie gegen Such-Arbitrage, geht aber gegen minderwertige Nutzererlebnisse nach dem Klick vor: dürftige Inhalte, übermäßig viele Anzeigen und unnötige Klicks. Bei wiederholten Verstößen kann sich die Bewertung von einer einzelnen Anzeige auf das gesamte Konto und die Domain ausweiten.

Was steckt im Bereich Such-Arbitrage von Spytrend?

Such-Arbitrage öffnet sich als eigener Modus mit einem eigenen Menü: Anzeigen, Creatives, Analytik, Websites, Dynamik und Trends.

Such-Arbitrage-Anzeigen und Filter

Der Feed sieht aus wie der normale Spytrend-Feed, ergänzt um Such-Arbitrage-Filter am oberen Rand.

Such-Arbitrage-Anzeigen für September 2026, nach den meisten erneuten Uploads sortiert
Such-Arbitrage-Feed für September 2026, sortiert nach „Am häufigsten erneut hochgeladen“

Du kannst nach folgenden Kriterien filtern:

  • Beliebige Phrase. Suche nach Keywords, die in der URL übergeben werden oder auf der Seite vorkommen.
  • Zielwebsite. Die Website, auf der die Weiterleitungskette endete, als unser Crawler die Anzeige prüfte. Verwendet wird die Hauptdomain ohne Subdomains. Ein Tracker am Anfang der Kette stört dabei nicht: Eine Anzeige mit Tracker-Link findest du über die Website, auf die sie Nutzer letztlich weiterleitet. Bei Yahoo-Feeds ist das yahoo.com, weil die Kette direkt auf der Suchergebnisseite endet.
  • Thema. Reisen, Autoverkauf, Zahnmedizin, Kredite, Immobilien, Jobs, Versicherungen und weitere – insgesamt 30 Themen.
  • Netzwerk. Der Monetarisierungsanbieter: Media.net, Cortex Media, Visymo, Tonic, Predicto, System1, CodeFuel sowie einzelne Google-AFS-Konten, die anhand ihrer pub-ID (der Publisher-Nummer in AdSense) identifiziert werden.
  • Monetarisierung. Google AFS (eine Suchseite), RSOC (ein Artikel mit einem Block für ähnliche Suchanfragen), Yahoo-Feed oder Bing-Feed.
  • Suchblock. Ob im Seitencode ein Suchblock vorhanden ist.
  • Link. Ob die Anzeigen-URL direkt zur Landingpage führt oder zunächst über eine Tracker-Domain läuft.
  • Tracker. ClickFlare, Binom, Voluum, Keitaro oder RedTrack. Dieser Filter prüft die gesamte Weiterleitungskette auf einen Tracker. Deshalb unterscheiden sich seine Zahlen vom Filter „Link“. Die Zahlen weiter unten erklären den Unterschied.
  • Landingpage-Prüfung. Ob unser Crawler die endgültige Seite erreicht hat. Er erkennt Bot-Schutz (im September bei 85.442 Anzeigen beziehungsweise 4 %), aber nicht immer: Bei manchen Netzwerken steht die Prüfung auf „ok“, während der Screenshot eine Verifizierungsseite zeigt. Prüfe deshalb immer auch den Screenshot.

Alle üblichen Filter stehen ebenfalls zur Verfügung: Land, Sprache, Datumsangaben, aktive und verschwundene Anzeigen, Webmaster, Werbetreibender und EU-Reichweite.

Such-Arbitrage-Creatives aus dem September mit der Anzahl passender Anzeigen am unteren Rand jeder Karte
Creative-Übersicht für September: Unten auf jeder Karte steht die Anzahl passender Anzeigen in der Auswahl

Die Sortierung „Am häufigsten erneut hochgeladen“ zeigt, welches Creative am häufigsten hochgeladen wurde. Zu den Spitzenreitern im September gehören eine Walmart-Kreditkarte für Senioren mit schlechter Bonität (953 Anzeigen mit einem Creative), Pflegekurse für Menschen über 50, Spas, von Banken eingezogene Autos, der neue Audi Q9 und Zuschüsse für Hausreparaturen. Fast alle drehen sich um Menschen ab 50 und Geld. Hunderte erneute Uploads zeigen, dass ein Thema breit ausgespielt wird. Um einzuschätzen, ob es sich lohnen könnte, schau darauf, wie lange das Creative aktiv bleibt.

Deine Auswahl an Such-Arbitrage-Anzeigen analysieren

Für jede Auswahl lassen sich Analyseblöcke anzeigen. Der Bereich enthält 2.083.080 im September gestartete Anzeigen, einschließlich Duplikaten desselben Creatives. Nur 81.872 (3,9 %) sind aktiv; weitere 916.631 (44 %) sind inaktiv, und 1.084.577 (52 %) sind aus der Meta Ad Library verschwunden. Die Daten zeigen nicht, warum sie verschwunden sind. Such-Arbitrage-Creatives bleiben aber tendenziell nicht lange aktiv.

Such-Arbitrage-Analytik für September mit Anzeigenstatus, Ländern und KI-Kategorien
Analytik für September: Status, Länder und KI-Kategorien

Auf die USA entfallen 926.760 Anzeigen, also 44 % der Auswahl. Es folgen das Vereinigte Königreich (7,2 %), Kanada (6,6 %) sowie Frankreich, Indien und Deutschland mit jeweils rund 4,6–4,7 %. Insgesamt sind 188 Länder vertreten. Eine Anzeige kann in mehreren Ländern laufen. Deshalb liegt die Summe der Länderwerte über der Gesamtzahl der Anzeigen.

Daneben steht der Block „Nach KI-Kategorien“. Diese Kategorien werden anhand des Creatives selbst vergeben, nicht anhand seiner Keywords. Deshalb stimmen sie nicht mit der Aufschlüsselung nach „Themen“ weiter unten überein. Vorn liegen Automobil (186.484, 9 %), Gesundheitswesen und Medizin (8,2 %) sowie Haushaltswaren und Möbel (7,5 %).

Aufschlüsselung der Anzeigen-URL-Domains, Werbetreibenden, Webmaster und führenden Such-Arbitrage-Keywords für September
Anzeigen-URL-Domains, Werbetreibende, Webmaster und führende Phrasen für September

Darunter folgen Aufschlüsselungen nach Domains, Werbetreibenden (15.067), Webmastern (2.434) und Phrasen (143.571). Bei den Domains gibt es einen wichtigen Unterschied. „Nach Domains“ zählt die Domain in der ursprünglichen Anzeigen-URL. Davon gibt es 5.514. Vorn liegt track.topfindtoday.com – eine Tracker-Domain, keine Zielwebsite. Im September gibt es nach allen Weiterleitungen 1.226 endgültige Landing-Domains. Über den Filter „Zielwebsite“ lassen sie sich leichter untersuchen. Die Prozentwerte in diesen Blöcken beziehen sich auf alle 2.083.080 Anzeigen der Auswahl.

Es lohnt sich, die führenden Phrasen manuell durchzugehen. Im September liegt „low rent studio apartments“ mit 2.813 Anzeigen auf 30 Domains vorn. Es folgen „police impound furniture“, Hilfe bei der Babyausstattung, die deutsche Phrase „internet zuhause ohne festnetz“ (1.201 Anzeigen auf 10 Domains), die spanische Phrase „autos propiedad del banco“ (1.078 Anzeigen auf 24 Domains), staatlich geförderte Pflegeausbildungen für Menschen über 40 und Sterbegeldversicherungen für Senioren. Läuft eine Phrase auf zwei Dutzend Domains, testet mehr als eine Person das Thema.

Such-Arbitrage-Themen und Monetarisierungsarten für September
Themen und Monetarisierungsarten für September

Der Block „Netzwerke“ enthält für September 125 Einträge, darunter Netzwerke und einzelne Google-AFS-Konten. Vorn liegen Media.net (etwa 547.000 Anzeigen, 26 %), Cortex Media (281.858, 14 %), das Google-AFS-Konto von Amomama Media Limited (etwa 198.000, 9,5 %), Visymo (175.687, 8,4 %), ein Google-AFS-Konto mit nicht offengelegtem Inhaber (etwa 137.000, 6,6 %) und Tonic (106.837, 5,1 %). Nach Monetarisierungsart entfallen 969.193 (47 %) auf Google AFS, etwa 572.000 (27–28 %) auf Yahoo-Feed, 510.658 (25 %) auf RSOC und 31.029 (1,5 %) auf Bing-Feed. Auf Media.net entfallen fast alle Yahoo-Feed-Anzeigen: etwa 547.000 von 572.000 beziehungsweise 95 %.

Ein separater Block „Konten“ gruppiert Anzeigen nach Google-pub-ID. Das ist hilfreich, wenn das Netzwerk verborgen ist: Eine einzige pub-ID zeigt alle mit diesem Konto verbundenen Anzeigen, unabhängig davon, welche Webmaster sie schalten. Manche Kontoinhaber werden nicht offengelegt; andere sind namentlich genannt, darunter Cortex Media, Amomama Media Limited, OpenMoneta LLC und SAVECKD LLC.

Themen sind 453.945 Anzeigen zugeordnet, also 22 % der Auswahl. Orientiere dich deshalb an den absoluten Zahlen. Reisen führt mit 88.300, gefolgt von Shopping-Angeboten (50.181), Dienstleistungen rund ums Haus (40.369) und Autoverkauf (36.368). Danach kommen Bildung, Gesundheit, Seniorenwohnen, Immobilien, Jobs und Versicherungen.

Noch ein Punkt zu Trackern. Bei 401.764 Anzeigen (19 %) führt die Anzeigen-URL direkt zu einem Tracker. Bei 180.745 davon wird ClickFlare erkannt; die übrigen 221.019 verwenden eigene Tracker-Domains, deren Tracker sich anhand des Links nicht identifizieren lässt. Weitere 97.243 Anzeigen haben einen direkten Link, aber später in der Kette erscheint ein Tracker, hauptsächlich ClickFlare (72.697), Binom (18.462) und Voluum (6.069). Das erklärt die unterschiedlichen ClickFlare-Zahlen in den beiden Filtern. „Link“ zählt ClickFlare nur, wenn die Anzeigen-URL direkt dorthin führt: 180.745 Anzeigen. „Tracker“ prüft die gesamte Kette und zählt weitere 72.697 hinzu, bei denen ClickFlare nach der ersten Weiterleitung erscheint. Unter „Tracker“ ergibt das insgesamt 253.442 für ClickFlare.

Drei Beispiele aus dem September: Was eine Anzeigenkarte verrät

Jede Anzeigenkarte hat einen Tab „Such-Arbitrage“. Hier siehst du den vollständigen Tab der weiter unten besprochenen System1-Anzeige:

Tab Such-Arbitrage mit Netzwerk, Konto, Monetarisierung, Einstufung, Tracker, URL-Keywords, Landingpage-Screenshot, endgültiger Domain und Weiterleitungskette
Der Tab „Such-Arbitrage“: Netzwerk und Konto, Monetarisierung, Einstufung, Tracker, URL-Keywords, Landingpage-Screenshot, endgültige Domain und Weiterleitungskette

Oben links stehen das Netzwerk und das AdSense-Konto. Es folgen Angaben zu Monetarisierung, Einstufung und Tracker oder ein Hinweis auf einen direkten Link. Darunter stehen die in der URL übergebenen Keywords. Rechts siehst du einen Screenshot der Seite, die der Nutzer erreicht, ihre Domain und vollständige URL, eine Schaltfläche für alle Anzeigen, die auf diese Landingpage verweisen, sowie die Weiterleitungskette von der Anzeigen-URL bis zur endgültigen Seite.

Die Beispiele zeigen drei verschiedene Setups: eine AFS-Suchseite, System1-RSOC mit Keywords in der URL und Tonic-RSOC. Alle drei liefen länger als einen Tag.

Eine Einschränkung zu den Keywords: Die Karte zeigt die Keywords, die der Buyer in der URL an den Feed übergeben hat. Ob Google sie in den Suchergebnissen ausspielt, hängt vom Feed-Konto ab. Ohne RAF ersetzt Google sie durch eigene Begriffe. Es sind die angeforderten Begriffe, keine Garantie dafür, was der Nutzer gesehen hat.

Von Banken eingezogene Autos auf Spanisch: Predicto und eine AFS-Suchseite

Die Anzeige der Seite My happy place startete am 18. September und blieb bis zum 30. Oktober aktiv, insgesamt sechs Wochen. Das Creative ist auf Spanisch; in der September-Auswahl verwenden es 439 Anzeigen. Das Netzwerk ist Predicto, das Konto pub-7319700424839433, die Monetarisierung Google AFS, und die Arbitrage ist bestätigt.

Creative von My happy place und Tab Such-Arbitrage mit Predicto, Google AFS und dem Keyword autos propiedad del banco
Creative von My happy place und Tab „Such-Arbitrage“: Predicto, Google AFS und das Keyword autos propiedad del banco

Es gibt ein Keyword: „autos propiedad del banco“. Gemeint sind die von Banken eingezogenen Autos aus den führenden Phrasen. Der Link führt zu d4ec23f44cce4faa.linkflux.cc, einer Weiterleitung auf einer eigenen Domain. Den Tracker konnten wir nicht identifizieren. Der Crawler folgte ihr zu familylifespace.com/asrsearch, einer Suchseite mit der Suchanfrage direkt im URL-Parameter search=. Der Screenshot zeigt über den Ergebnissen einen kurzen Artikel mit dem Titel „Camionetas Embargadas“ über Fahrzeuge, die Banken wegen unbezahlter Schulden eingezogen haben.

Die URL verrät außerdem:

  • account_id, campaign_id, adset_id und ad_id. Das sind die IDs von Konto, Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige, die Meta beim Klick über Makros einfügt;
  • fb_pixel_id und event=Purchase. Den Bezeichnungen nach sendet die Seite ein Kaufereignis an das Pixel, und die Kampagne optimiert höchstwahrscheinlich darauf;
  • cid=ch35815+ch38307, was nach Predicto-Kanälen für das Umsatzreporting aussieht.

Insgesamt verweisen 18.783 Anzeigen in der Datenbank auf familylifespace.com.

Private Therapie: System1-RSOC mit sechs Keywords in der URL

Die GrannyKnows-Anzeige startete am 24. September und wurde zuletzt am 13. Oktober gesehen. Sie war damit fast drei Wochen aktiv. Sie richtet sich an die USA. Das Netzwerk ist System1, das Konto pub-3457929887116739, die Monetarisierung RSOC und der Tracker ClickFlare.

GrannyKnows-Creative zu privater Therapie; der zugehörige Tab Such-Arbitrage steht am Anfang des Beispielabschnitts
Creative von GrannyKnows. Der Tab „Such-Arbitrage“ dieser Anzeige ist am Anfang des Beispielabschnitts zu sehen

Die Anzeigen-URL führt zu trk.active-begin.com/cf/r/…, also zu ClickFlare auf einer eigenen Domain. Der Crawler folgte der Weiterleitung zu einem Artikel auf trendyinsighthub.com/health/…. Der Screenshot des Tabs am Anfang dieses Abschnitts zeigt eine typische RSOC-Seite: einen Artikel mit dem Titel „Private Therapiezentren: Leistungen und Möglichkeiten“, mit Autor und Datum sowie einem Block „Ähnliche Suchanfragen“ unter dem ersten Absatz.

Es gibt sechs Keywords, alle zum selben Thema: „private therapy centers near me“, „private practice therapy near me“, „private clinics for depression and anxiety“, „therapy services near me“, „depression treatment near me“ und „treatments for depression and anxiety near me“.

Besonders aufschlussreich ist die endgültige URL. Sie enthält genau die Parameter, die System1 in seiner Partnerdokumentation beschreibt:

  • forceKeyA, forceKeyB und so weiter: Jedes Keyword hat einen eigenen Parameter;
  • segment=rsoc.trendyinsighthub.001: das Traffic-Segment;
  • headline und eine Reihe von s1p…-Parametern für Kampagnendaten;
  • click_track_url mit einer Postback-URL, an die System1 den Klick zusammen mit dem zugehörigen Keyword sendet.

Wenn du eine System1-Anbindung aufbaust, siehst du hier an einem Beispiel aus der Praxis, wie jemand anderes sie umgesetzt hat.

Auch ein Richtlinienrisiko solltest du berücksichtigen. Psychische Gesundheit fällt unter Metas Richtlinie zu persönlichen Eigenschaften: Das Creative darf nicht unterstellen, dass der Betrachter Depressionen hat. Die neutrale Überschrift „Interesse an privater Therapie?“ ist hier kein Zufall.

Cash-App-Kredite: Tonic-RSOC ohne Keywords in der URL

Die Anzeige von Zenith & Angle startete am 16. September und war am 2. November noch aktiv, also mehr als sechs Wochen später. Sie richtet sich an die USA. Das Netzwerk ist Tonic, das Konto pub-1902826156353358, die Monetarisierung RSOC, und der Link ist direkt.

Creative von Zenith & Angle und Tab Such-Arbitrage mit Tonic, RSOC und einem im Seitencode erkannten Suchblock
Creative von Zenith & Angle und Tab „Such-Arbitrage“: Tonic, RSOC und ein im Seitencode vorhandener Suchblock

Der Artikel auf intuitionlink.com/en/articles/… behandelt Cash-App-Kredite mit einer Rückzahlung über sechs Monate. Die Karte enthält keine Keywords. Das ist zu erwarten: Tonic übergibt keine Keywords in der URL und wählt die Suchergebnisse selbst aus. Die URL enthält site=rsoc, network=facebook, tonicId, adtitle mit der Artikelüberschrift sowie subid2–subid4 mit den IDs von Anzeigengruppe, Kampagne und Anzeige. Tonic liefert das Keyword im Postback zurück, deshalb ist es von außen nicht sichtbar.

Die Karte weist darauf hin, dass im Seitencode ein Suchblock vorhanden ist. Insgesamt verweisen 73.416 Anzeigen in der Datenbank auf diese Landingpage.

So unterscheiden sich die drei Links:

Predicto System1 Tonic
Monetarisierung Google AFS, Suchseite RSOC RSOC
Was die URL verrät Die vollständige Suchanfrage in der Seiten-URL (search=) Sechs Keywords, jeweils in einem eigenen forceKey-Parameter Nur die Artikelüberschrift (adtitle)
Tracker Eigene Weiterleitung auf linkflux.cc ClickFlare auf einer eigenen Domain Keiner, direkter Link
Aktive Laufzeit Sechs Wochen Fast drei Wochen Mehr als sechs Wochen

Der Feed bestimmt, wie viel du vom Setup eines Wettbewerbers tatsächlich sehen kannst.

Websites. Ein Verzeichnis von Such-Arbitrage-Websites, auf die mindestens 500 Anzeigen verweisen. Für jede Website siehst du den monatlichen Traffic, den Anteil bezahlten Traffics, Wachstum, Länder, Kategorien, Creatives, die Anzahl der Such-Arbitrage-Anzeigen und den Zusammenhang zwischen Facebook-Werbung und Traffic. Zwischengeschaltete Websites kannst du mit einer Schaltfläche ausblenden. Der Screenshot zeigt den Traffic für September 2026, während die Anzeigenzahlen den gesamten Zeitraum abdecken. Ganz oben steht path-2-career.com mit 288.000 Besuchen im September und mehr als 383.000 darauf verweisenden Such-Arbitrage-Anzeigen. Dass es mehr Anzeigen als Besuche gibt, ist kein Fehler. Die Anzeigenzahl umfasst alle Duplikate über den gesamten Zeitraum: Sie misst, wie viel Werbung auf eine Website verweist, nicht, wie viele Menschen sie besucht haben. Die Traffic-Zahlen sind Schätzungen, und die Oberfläche weist bei manchen Websites auf eine geringe Genauigkeit hin.

Website-Verzeichnis im Bereich Such-Arbitrage mit Traffic-Schätzungen für September 2026
Website-Verzeichnis im Bereich Such-Arbitrage mit Traffic für September 2026

Dynamik. Tägliche Aktivität von Such-Arbitrage-Anzeigen nach Netzwerk, Konto, Thema, Land und weiteren Aufschlüsselungen. Du kannst nach Startdatum zählen oder nach dem Datum, an dem wir die Anzeige gefunden haben. Oben zeigt die „Zeitraumübersicht“ die Anteile des führenden Netzwerks, des führenden Landes und der Anzeigen mit identifiziertem Webmaster. Ein Klick auf einen Namen filtert die Seite; der Pfeil öffnet die Anzeigen mit diesem Wert für den Zeitraum. Dynamik deckt ungefähr die vergangenen 40 Tage ab. Deshalb zeigt der Screenshot den 11.–30. September: 1.985.419 Anzeigen, 14.688 Werbetreibende und 1.218 Websites, davon 26 % bei Media.net und 44 % mit Ausrichtung auf die USA.

Tägliche Aktivität von Such-Arbitrage-Anzeigen vom 11. bis 30. September 2026
Such-Arbitrage-Aktivität vom 11. bis 30. September 2026

Keyword-Trends. Phrasen, deren Anzeigenzahl gegenüber den vorherigen sieben Tagen wächst. Neue Phrasen, die im vorherigen Zeitraum gar nicht vorkamen, werden separat angezeigt. Für jede Phrase siehst du, wie viele Werbetreibende und Websites begonnen haben, sie zu verwenden. Du kannst nach Land, Netzwerk und Thema filtern.

Keyword-Trends in der Such-Arbitrage: Vergleich des 24.–30. September mit dem 17.–23. September
Keyword-Trends: 24.–30. September im Vergleich zum 17.–23. September

In der letzten Septemberwoche führte „pay monthly phone“ die Liste an: Die Anzeigenzahl stieg von 82 auf 676, und 59 Werbetreibenden-Seiten nutzten die Phrase. Auf Platz drei lag die neue Phrase „no win no fee sexual harassment attorneys“. In der Vorwoche gab es dazu keine Anzeigen, danach waren es 459 Anzeigen von 27 Werbetreibenden.

So recherchierst du Such-Arbitrage-Anzeigen in Spytrend

Starte mit deinem Feed, nicht mit Trends. Ein Buyer arbeitet normalerweise mit einem oder zwei Feeds, zu denen er Zugang hat, und kann nur Setups mit diesen Feeds nachbauen. Ein System1-Setup nützt dir wenig, wenn dein Konto bei Tonic liegt.

  1. Stelle im Anzeigen-Feed des Bereichs unter „Netzwerk“ deinen Feed ein, wähle dein Land und „Aktiv“. So siehst du, was gerade läuft und was du grundsätzlich nachbauen könntest.
  2. Öffne „Auswahl-Analytik“. „Themen“ und „Phrasen“ zeigen, was auf diesem Feed in diesem Land läuft. „Konten“ und „Webmaster“ helfen dir einzuschätzen, wie viele Akteure beteiligt sind.
  3. Wechsle mit demselben Netzwerk und Land zu „Keyword-Trends“. Schau dir wachsende und neue Phrasen an und prüfe, wie viele Seiten und Websites sie nutzen. In Spytrend steht ein Werbetreibender für eine Facebook-Seite. Such-Arbitrage-Teams schalten ein Creative über Dutzende Seiten, sodass zwanzig Seiten zu einem Team gehören können. Prüfe deshalb auch die Anzahl der Websites, die die Phrase nutzen, und die Webmaster in der Analytik: Läuft eine Phrase auf verschiedenen Websites über verschiedene Webmaster, testet mehr als eine Person das Thema.
  4. Klicke bei einer Phrase auf „Anzeigen öffnen“ und sortiere nach „Am häufigsten erneut hochgeladen“. Viele Duplikate bedeuten, dass das Thema breit ausgespielt wird. Wenn ein Creative lange aktiv bleibt und neue Duplikate hinzukommen, deutet das darauf hin, dass das Thema noch nicht aufgegeben wurde. Anzeigenbudgets und Umsatz sind aber nicht sichtbar. Das zeigt Interesse, keinen belegten Gewinn. Für EU-Länder zeigt der Filter „EU-Reichweite“ außerdem, wie viele Menschen die Anzeige tatsächlich erreicht hat.
  5. Notiere dir im Tab „Such-Arbitrage“ die Keywords, URL-Parameter, den Tracker und die Pixel-Ereignisse und prüfe den Screenshot der Seite. „Alle Anzeigen mit dieser Landingpage“ zeigt die anderen Creatives, die auf diese Seite verweisen.
  6. Untersuche unter „Websites“ die Website hinter der Seite: ihren Traffic und dessen Zusammenhang mit Facebook-Werbung.
  7. Prüfe unter „Dynamik“ die letzten Tage für eine Phrase oder ein Thema, um zu sehen, ob die Aktivität zu- oder abnimmt. Such-Arbitrage-Keywords bleiben nicht lange relevant. Eine Monatsansicht sagt dir hier deshalb wenig.

Spytrend zeigt keinen Umsatz pro Klick. Den kennen nur der Buyer und der Feed. Die Profitabilität lässt sich deshalb nur indirekt einschätzen: anhand der aktiven Laufzeit des Creatives, der Anzahl der Websites und Webmaster, die eine Phrase nutzen, sowie des Volumens. Das sind indirekte Signale, mehr nicht.

Kopiere den Artikel eines anderen nicht Wort für Wort. Google prüft inzwischen, ob Creative, Inhalt und Keywords zusammenpassen. Richtlinienverstöße führen zu Strikes, die sich summieren. Nutze den Bereich, um Ideen, Keywords und Creative-Ansätze zu recherchieren, und baue dann deine eigene Seite.

Was Such-Arbitrage nicht zeigt

Das solltest du vor dem Bezahlen wissen:

  • Keine Umsätze, RPC-Werte oder Budgets. Für EU-Länder gibt es Reichweitendaten; für andere Länder nur Datumsangaben, Status und Duplikatzahlen;
  • Keine tatsächlichen Google-Suchergebnisse. Du siehst die Keywords, die der Buyer in der URL an den Feed übergeben hat. Was Google angezeigt hat, hängt von RAF ab;
  • Bei manchen Netzwerken kann der Landingpage-Screenshot eine Bot-Schutz-Seite zeigen;
  • Die Historie ist kurz: Die vollständige Erfassung begann im September 2026, und „Dynamik“ deckt ungefähr die letzten 40 Tage ab;
  • Es gibt eine Quelle: Meta-Anzeigen.

Preise für Such-Arbitrage

Such-Arbitrage ist als Add-on zu jedem Spytrend-Tarif verfügbar und wird separat abgerechnet. Es gibt drei Optionen:

  • Bereich: 249 US-Dollar/Monat für den Zugriff auf den Bereich auf der Website;
  • Bereich + MCP: 499 US-Dollar/Monat, zusätzlich mit Zugriff auf Such-Arbitrage-Daten über MCP (Model Context Protocol, das die Daten mit KI-Agenten verbindet);
  • Jahresabo mit MCP: 4.500 US-Dollar/Jahr, 25 % weniger als 12 Monate „Bereich + MCP“ zu 499 US-Dollar/Monat, eine Ersparnis von 1.488 US-Dollar.

Zugang erhalten: spytrend.com/search-arbitrage/

Weiterlesen: So wählst du Such-Arbitrage-Setups zum Testen aus – Teil 2